Mittwoch, 22. Juni 2016

Lotto Jackpot

Nun da heute 4,4 Millionen im Topf liegen, ganz Österreich wieder wie verrückt Lotto spielt und auf das große Glück hofft - mich eingeschlossen - machte ich mir heute so meine persönlichen Gedanken darüber was eigentlich Glück ist.
Es soll ja Menschen geben, die definieren Glück fast ausschließlich über Geld und Vermögen, oder über sonstige weltliche Dinge wie Schönheit oder das neueste Smartphone zum Beispiel. Aber machen die voran genannten Dinge alleine wirklich glücklich? Ist man wirklich nur dann frohen Mutes wenn Monat für Monat ein dicker Patzen Geld am Konto landet?
Ich für meinen Teil kann da ganz klar sagen, NEIN. Natürlich ist es notwendig und schön wenn man mit seinem Gehalt sein Auslangen findet. Keine Frage. Aber Glück an sich definiert sich für mich über auf den ersten Blick ganz banale Dinge.

Glück ist für mich,...
...dass meine geliebte Verlobte nun schon seit 6 Jahren an meiner Seite ist, und es weiterhin mit mir aushält.
...dass ich es bisher ohne Unfälle mit Personenschaden und schwere Krankheiten durch das Leben geschafft habe. Privat wie beruflich.
...dass ich ein Dach über dem Kopf habe.
...dass wir mit sehr viel Ach und Krach, aber doch mit unserem Geld das Auslangen finden.

Also alles Dinge, die auf den ersten Blick als selbstverständlich erscheinen, es aber bei genauerer Betrachtung gar nicht sind.

Fundstück Nr. 1 (Es schlumpft)

Wenn man viel unterwegs ist, kommen einem schon mal lustige, kuriose oder seltsame Dinge auf und neben der Straße unter. So bekam ich heute diese lustige Strohfigur in Haschendorf zu Gesicht.
Kurz gesagt, sie lädt ganz schlumpfig zum schlumpfigen Dorfschlumpffest, oder so ähnlich. :)

Dienstag, 21. Juni 2016

You shall not pass, oder...

..."Ein Portier in Wien"



Zu den Dingen die auch meine Geduld an ihre Grenzen bringen zählen Situationen wie mir heute eine widerfahren ist. Ich sollte über 60 Podeste in die Messe Wien liefern, und als ich dort an der Einfahrt ankam spielte sich folgendes ab.
Ich bleib bei der Portiershütte stehen und blicke hoffnungsvoll zwischen Einfahrtsschranken und Portier hin und her. Im Glauben, er würde lesen und 1 & 1 zusammenzählen. Dem war aber leider nicht so. Der gute Mann sah mich einfach nur stumm und ungläubig an.
Um unserer Kommunikation ein wenig mehr Dynamik und vor allem Nutzen zu verleihen, entschied ich mich zu einem "Servus. Magst mich bitte reinlassen? Ich muss da drinnen was anliefern."
Daraufhin entspann sich folgender Dialog (frei nacherzählt)...

P: "Na!"
Ich: "Warum bitte nicht?"
P: "I weiß ned wer Du bist."
Ich: "Also ich bin der Mike, 38 Jahre alt und würde gerne Podeste anliefern."
P: "Welche Firma?"
Ich, schon leicht genervt: "Schau mal, Firma XY hat bei uns Podeste gemietet. Und diese gedenke ich nun zu liefern. Ok?"
P: "I man welche Firma Du bist!"
Ich: "*grrrr* Schau auf mei Fahrertür, da steht's inkl. Adresse drauf."
P (schaut angestrengt durch sein 1,5x1m Fenster auf meine ca. 50cm davon entfernte Fahrertür): "Ah Redline."
Ich: "Korrekt."
P: "Und für welche Firma lieferst?"
Ich: "*kopfschüttel* BITTE, lass mich einfach rein. OK?"
P: "OK" (...und drückt den Knopf fürs Öffnen des Schrankens.)

Warum bitte nicht gleich so? Muss man immer alles vollkommen unnötig kompliziert machen?

Im Übrigen durfte ich heute den letzten Freitag beschädigten, linken Rückspiegel reparieren. Trotz kleiner, den Ersatzteilen beiliegender Beschreibung eine ziemliche Frickelei. Aber es hat geklappt, und der Spiegel dreht sich nicht mehr frei nach dem Wind. :)

Sonntag, 19. Juni 2016

Es kann der Frommste nicht in Frieden...

...schlafen, wenn es dem Badener Stadtlauf nicht gefällt. *gääähn* Da fällt man nach einer Arbeitsnacht kurz nach 03:00 morgens endlich ins Bett und wird kurz nach 07:00 schon wieder vom Lärm der mehr oder weniger unnötigen Kommentatoren des Badener Stadtlaufs unsanft aus dem Bett geplärrt. Sehr zur Tagesverfassung zuträglich, NICHT! Jedes Jahr derselbe Schmarrn.
Aber wenigstens bekam ich gestern Nacht von einem Hand ein Lob. Ich sei einer der sehr wenigen freundlichen Trucker in der Branche. Da freut sich das Herz. Das geht runter wie Öl. :)

Freitag, 17. Juni 2016

Freitag, der ....17.(!?)

Heute war mal einer der typischen "Geh-Scheiß-I-Mog-Nimma"-Tage, und das nicht einmal an einem Freitag dem Dreizehnten.
Von Stress am Morgen über unfreundliches Lagerpersonal bei einer Fremdfirma und Stau, bis zu einem Fahrerflüchtigen war alles dabei. Echt nervig und ätzend heute. Aber andererseits - gäbe es solche Tage wie heute nicht, könnte man sich ja auch nicht über die schönen Tage im Leben freuen, nicht wahr?
Dennoch, der Suffkopf der mir heute auf der Tangente im Stau den linken Außenspiegel ruiniert hat, hat mir wahrlich den letzten Nerv geraubt. Da steht man nichts ahnend auf und in der eigenen Spur, und auf einmal "blamm" ist der Spiegelbügel nach vorne geklappt, und die Spiegelkonsole so gelockert, dass sie sich bei Fahrt dann wie ein Windrad am Bügel dreht.
Und anstatt stehen zu bleiben, fährt das kärntner Schnapsfassl natürlich weiter. Nicht ohne kurz beim Heckfenster seiner 3,5t-Pritsche hinauszusehen und MIR den Vogel zu deuten. Klar, wenn man nach einem Unfall stehen bleibt, könnte man ja in die Verlegenheit geraten etwas zahlen zu müssen. ;)
So blieb mir eben nichts anderes übrig als dem Typen bei seiner Flucht hinterher zu sehen. Kennzeichen konnte ich keines erkennen, dazu fuhren die Leute auf der Nebenspur zu dicht hintereinander. Nur "VL" für Villach-Land war zu sehen.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Nova Rock - Der letzte Rest

Heute 2 Megaforce Trailer von Nickelsdorf nach St. Pölten überstellt. Nach ein paar Irrungen und Wirrungen hat auch alles wunderbar geklappt. Nur frage ich mich warum man einen Trailer so absattelt daß der Königszapfen fast auf Schulterhöhe ist (siehe Bild, rechter Trailer). Vor allem wenn das Stützengetriebe eh schon ziemlich klemmt sodaß man ihn nicht unter Last runterkurbeln kann.
Also... Sattelplatte hoch - mit der Federung den Auflieger angehoben um die Stützen zu entlasten - Stützen ein wenig hochgekurbelt - Trailer abgesenkt - abgekoppelt - Sattelplatte wieder runter und nochmals aufgesattelt. War a bissl mühsam. Aber wenn sonst nix passiert ist es eh ok. :)

Sonntag, 12. Juni 2016

History: Watzmann Abschiedstournee 2016 - First Leg

Tja, Watzmann. Es wäre müßig hier eine Beschreibung dieses Kultstücks abzugeben. So gut wie jeder kennt diese Ikone des Musiktheaters. Und wer es nicht kennt, der kann sich HIER darüber schlau machen.

Die Ironie an der Geschichte ist ja, dass meine erste Tour mit Watzmann gleichzeitig die letzte Watzmanntour sein wird. Zumindest heisst es ja auch Abschiedstournee. Na jedenfalls führte uns der erste Leg der Tour im Februar und März 2016 nach Linz - Salzburg - Bregenz - Innsbruck - Graz und Wien. Es war inzwischen meine 3. Tour überhaupt. Nach der "Best of Austria" Tour 2014 und der "EAV - Werwolf" Tour 2015. 
Ein Berg zum Zerlegen
Anders als bei den vorangegangenen Touren bestand hier die große Herausforderung  - und Vorgabe durch das Management - darin, trotz des großen Equipmentvolumens mit nur 2 Trucks auszukommen. Das bedeutete bei der Abholung von der Probenlocation ca. 4h Probieren, Umschlichten und wieder Probieren. Hier habe ich abermals festgestellt, dass ohne engagierte und vor allem geduldige Stagehands in der Branche nichts läuft.
Happy stacking
Wie man an den Bildern sieht, ist gutes Tetris das halbe Truckerleben. Aber das ist ja auch in anderen Branchen nichts Neues. Um es uns auf Tour leichter zu machen habe ich gleich jedes Case mit der Position im Truck beschriftet, Reihe für Reihe abfotografiert und noch in der Nacht vor Tourstart Loading Books geschrieben.
Allerdings musste ich während der Tour dann feststellen, dass das mit der Beschriftung scheinbar nicht so eingängig ist, um es jeden Tag einer anderen Stagecrew kurzfristig zu vermitteln. Schlicht - es hat leider nicht immer so funktioniert wie ich es mir im Vorfeld vorgestellt hatte. Was aber auch noch an anderen Faktoren lag.



Mr. ÖBB, immer gut drauf
Jedenfalls war die Tour an sich dennoch recht fein. Wo und wie oft hat man denn schon gleich mehrere Legenden des Austropop auf einen Haufen und darf Backstage mit Christoph Fälbl und Co. herumblödeln? :)

Schneegestöber am Arlberg :/

Mit Truckern meinen es Architekten nicht immer gut...